Zum Glück am häufigsten Form der Urtikaria ist eine akute Urtikaria oder eine „akute spontane Urtikaria“, die maximal sechs Wochen (normalerweise einige Tage bis drei Wochen) dauert und normalerweise leicht zu behandeln ist. Ungefähr jede fünfte Person hat mindestens einmal in ihrem Leben eine solche Episode.

Das typische Symptome, Rötungen und Nesselsucht auftreten. Die Quaddeln verursachen starken Juckreiz und sind manchmal auch mit Brennen und Schmerzen der Haut verbunden. Bei einigen Patienten tritt auch ein Angioödem (Schwellung der tiefen Haut) auf. Schwere akute spontane Urtikaria kann auch von Fieber, Kopfschmerzen, Durchfall, Atembeschwerden und Schluckbeschwerden, Gelenkschmerzen und Müdigkeit / Erschöpfung begleitet sein.

Auslöser

Auslöser einer akuten Urtikaria sind häufig Infektionen wie Erkältungen. Bei Erwachsenen können bestimmte Medikamente, insbesondere fiebersenkende Analgetika (Aspirin, Diclofenac, Ibuprofen), Antibiotika (Sulfonamide, Penicillin, Cephalosporine) sowie Herz- und blutdrucksenkende Medikamente (Betablocker, ACE-Hemmer, Diuretika) einen Angriff verursachen. Einige Allergien, wie z. B. Nahrungsmittelallergien, können auch die Symptome einer Urtikaria auslösen. Dies sind jedoch keine Fälle von echter Urtikaria. Waschmittel und Körperpflegeprodukte (Shampoos, Duschgels oder Cremes) sind fast nie Auslöser einer akuten Urtikaria.

Therapie

Die Symptome verschwinden normalerweise von selbst innerhalb weniger Tage. Die Therapie besteht einfach aus Antihistaminika, nämlich denen der neuen Generation, den sogenannten nicht sedierenden, dh nicht schläfrigen Antihistaminika.

Antihistaminika - auch H1-Blocker genannt - sind Arzneimittel, die die Wirkung von Histamin hemmen, indem sie sich an die Histaminrezeptoren binden und diese blockieren. Die Zelle, die den Rezeptor trägt (z. B. eine Nervenzelle), empfängt nicht die Signale von Histamin und reagiert daher nicht. Die Bindung hält jedoch nicht ewig an. Daher müssen diese Medikamente immer wieder eingenommen werden.

Wenn die Urtikaria nicht verschwindet oder immer wieder auftritt, beginnen Arzt und Patient nach einigen Wochen mit einer detaillierten Diagnose.

Wenn eine akute Urtikaria schwerwiegend ist und beispielsweise von Angioödemen, Schluckbeschwerden oder Atembeschwerden begleitet wird, werden andere Medikamente (wie Cortison) verwendet.

Natürlich sollten vermutete Auslöser in Zukunft so weit wie möglich vermieden werden.