In der Gruppe „Sonstige Urtikaria“ werden cholinerge Urtikaria und übungsinduzierte Urtikaria sowie Kontakturtikaria gesammelt. Im Gegensatz zu der bei spontaner Urtikaria aufgetretenen kann das im Zusammenhang mit diesen Urtikaria-Arten auftretende Unbehagen absichtlich hervorgerufen werden, und die Symptome dieser Urtikaria-Arten stehen im Gegensatz zu denen von körperliche Urtikariatreten unabhängig von körperlichen Reizen auf.

Cholinerge Urtikaria

Cholinerge Urtikaria ist eine der häufigsten Arten von Urtikaria. "Cholinerge" bedeutet, dass der Neurotransmitter Acetylcholin im Zusammenhang mit dieser Form der Urtikaria eine Rolle spielt. Wie genau ist derzeit nicht bekannt; Acetylcholin wird jedoch aus den Nerven freigesetzt und aktiviert Mastzellen mit einem Mechanismus, der nicht vollständig verstanden wird. Der häufigste Auslöser für cholinerge Urtikaria ist körperliche (sportliche) Aktivität, aber auch Fieber, Stress, heiße Bäder oder Duschen und sogar der Verzehr von zu scharfem Essen oder Alkohol sind Auslöser. Die Quaddeln bei cholinerger Urtikaria sind typischerweise kleiner als diejenigen, die bei anderen Arten von Urtikaria gebildet werden und in den "Schweißbereichen" (wie den Achselhöhlen, dem Rücken) der betroffenen Personen zu finden sind. Läsionen treten in den meisten Fällen innerhalb weniger Minuten nach Erhöhung der Körpertemperatur und mit Beginn des Schwitzens auf, normalerweise beginnend am Hals und am Oberkörper. Nach dem Abkühlen verschwinden die Bienenstöcke innerhalb von Minuten bis Stunden spurlos.

Cholinerge Urtikaria kann leicht mit der verwechselt werden

  • Chronisch stressbedingte Urtikaria und
  • Belastungsbedingte Urtikaria / Anaphylaxie

Im Fall von stressinduzierte chronische Urtikaria, körperliche Anstrengung oder eine passive Erhöhung der Körpertemperatur führen nicht zu Nesselsucht und Juckreiz.

Im Fall von Belastungsbedingte Urtikaria / Anaphylaxiekörperliche Anstrengung, wie im Fall der cholinergen Urtikaria, führt zu Beschwerden. Im Gegensatz zur cholinergen Urtikaria jedoch Juckreiz und Bienenstöcke werden in diesem Fall ausschließlich durch körperliche Belastung und nicht durch passive Erwärmung (z. B. durch heiße Bäder) verursacht.

Therapie

Leider sind die zugrunde liegenden Ursachen für die meisten Fälle von cholinerger Urtikaria nicht bekannt. Die Behandlung der Symptome (symptomatische Therapie) ist die einzige Option. Mit Antihistaminika or Ketotifen or danazol (das eng mit dem Sexualhormon Androgen verwandt ist und daher schweren Formen der Krankheit vorbehalten sein sollte) oder
Verhärtung: Patienten können die absolute Refraktärzeit nutzen, indem sie einen Urtikaria-Anfall kontrolliert auslösen (z. B. durch Bewegung) und sind dann bis zu 24 Stunden lang frei von Quaddeln. Mehrmals täglich kontrollierte körperliche Anstrengung kann das Auftreten ausgeprägter Nesselsuchtattacken verhindern.

Kontakt Urtikaria

Hier entstehen die Quaddeln überall dort, wo die Haut mit einer bestimmten Substanz (oder bestimmten Substanzen) in Kontakt kommt. Brennnesseln und Quallen sind klassische Beispiele. Natürlich tritt diese Form der Kontakturtikaria bei jeder gesunden Person auf, die den entsprechenden Hautkontakt hat. Eine entsprechende Reaktion auf Lebensmittel oder Tierhaare ist seltener. Auch Latex - insbesondere in Gesundheitsberufen - kann Auslöser einer Kontakturtikaria sein. In seltenen Fällen sind Kosmetika oder deren Inhaltsstoffe (z. B. Duftstoffe) Auslöser.

Aquagene Urtikaria

Ja, sogar Wasser kann Nesselsucht verursachen. Dies ist jedoch äußerst selten. Laut Literatur sind weltweit nur 35 Patienten bekannt. Und die Reaktion ist höchstwahrscheinlich nicht wirklich auf Wasser in seiner reinen Form, die chemische Substanz H2O, sondern auf die im Wasser gelösten Mineralien oder unbekannten Substanzen. Aufgrund der Seltenheit der Krankheit ist eine genauere Forschung natürlich äußerst schwierig. Wenn eine Urtikaria auftritt, während eine Person duscht oder badet, sollte dies nicht als Hinweis auf eine „aquagene“ Urtikaria angesehen werden. In der Regel handelt es sich dann um eine Urtikaria factitia (ausgelöst durch die mechanische Belastung durch „Seifen“ oder späteres Trocknen).